1500. Sippung der Schlaraffia Porta Ardeunnae

 

Am 31. im Lethemond a.U. 160 fand die 1500. Sippung des hohen Reyches Porta Arduennae unter dem Thema "Eine runde Sache"statt.

Neben den eigenen Sassen konnten wir uns über den Einritt des Rt Ça tourne der riesenresonate Bremsstrahler aus dem hohen Reyche Lulutetia Parisorum (385) sowie unseren Ehrenritters Rt Nu-cleus der fichilante Strahler aus dem hohen Reyche Colonia Agrippina (8) freuen.

Nach dem abhandeln des förmlichen 1. Teiles der 1500. Sippung durch den Fungierenden Oberschlaraffen Rt Kulti-Narr und einer ausgiebigen Schmuspause eröffnete der Fungierende Oberschlaraffe Rt Solar-tron gut gelaunt - dank der Schaumlethe - den 2. Teil der 1500. Sippung und ließ einen Teil der vergangenen 1500 Sippunge revue passieren. Es folgten Fechsungen von Rt Bras-a-fro(h), Rt Gyn-ter, Rt P. Viesto, Rt Ça tourn und dem Junker Norbert. Rt P. Viesto stellte seine von ihm gereimte Fechsung mit dem Thema "Philosophisches" für die Veröffetlichung zur Verfügung. Schlaraffen hört!

 

Philosophisches

 

Die Jugend fragt überall auf Erden:

Was soll aus mir mal werden?

Auswahl gibt es wirklich viel,

doch passt es auch zu meinem Ziel?

 

Immer morgens aufzutehen

und dann zur Arbeit gehen,

kommt für viele nicht in Frage,

besser was, für spät am Tage.

So ist das Handwerk schon mal raus,

wie sieht´s mit Wissenschaft denn aus?

Wissenschaft - sag´ ich unumwunden -

ist intelligenzgebunden.

Was hilft Studieren,

kann man alles nicht kapieren.

 

Oft ruft man Hilfe und auch Rat

beim Staat.

Dann lernt man als Lehrer eben

von Dummheit anderer zu leben.

 

Oder man zieht Steuern ein

für den Staat - der Rest ist mein -.

 

Angesehen hier auf Erden

- seit jeher - Philosoph zu werden.

Dann steht man auf , wann man will,

man denkt laut oder still.

 

Man schreibt von Glück und Liebe

und denkt nach über die Triebe.

Wenn der Mensch auf Philosophen hört,

sind Glück und Liebe ungestört.

 

Alles, was zum Thema passt

in einem Buch zusammen gefasst.

Zum Sonntag dann ein Extrawort,

Artikel hier - Artikel dort.

Der Philosoph wünscht Glück für die Welt,

und für sich dazu noch Geld.

 

 Rt P. Viesto ( Peter Huss)

 

 

 

 

50 Jahre Schlaraffia Porta Arduennae in Düren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Dürener „Schlaraffia“-Gruppe feiert ihr 50. Stiftungsfest. Aber was macht dieser Männerbund überhaupt? 

 

 

 
 Von Sandra Kinkel
 
 
 
DÜREN Männer, die laut „Lulu“ rufen, die schwarz-rote Roben und Kopfbedeckungen tragen, die starke Ähnlichkeiten mit Narren-kappen haben – was auf den ersten Blick wie eine verspätete Karnevalsveranstaltung aussah, war in Wahrheit das 50. Stiftungsfest der Dürener „Schlaraffia“-Vereinigung „Porta Arduennae“ (Tor der Ardennen). Und die hat mit Karneval absolut nichts am Hut – außer vielleicht, dass es sowohl im Karneval als auch bei der „Schlaraffia“ um Humor geht.

Der Wahlspruch des 1859 gegründeten Männerbundes „Schlaraffia“(sieheThemeninfo) lautet „Kultur, 
 

„Bei unseren Treffen, die wir ‚Sippungen’ nennen, kann jeder einen Beitrag leisten. Zum Beispiel ein selbst geschriebenes Gedicht vortragen.“
Martin Swenshon, „Oberschlaraffe“

 

Humor, Freundschaft“. Diesen drei Werten fühlen sich auch die 35 Dürener „Schlaraffen“, wie sich die Mit- glieder selbst nennen, verpflichtet. „Um bei der ‚Schlaraffia’ mitzumachen“, sagt Rudolf Kürten, „muss man sehr viel Humor haben. Und einen ausgeprägten Sinn für Kultur.“ Die „Schlaraffen“ verkleiden sich mit ihren Mänteln, Hüten und Orden als Ritter, nennen ihren Versammlungsr aum  „Burg“ und geben sich selbst lustige Spitznamen. So heißen die drei „Oberschlaraffen“, die der Dürener Gruppe derzeit vor- stehen „Kultur-Narr“ (Kurz Menzerath), „Spiränzje“ (Axel Wollgarten) und „Pfötchen“ (Dr. Martin Swenshon, von Beruf Tierarzt). 

Swenshon, der die Stiftungsfeier in der Festhalle Birkesdorf leitete, hatte in einer Zeitschrift von „Schlaraffia“ gelesen und war so begeistert, dass er sich gleich bei der Dürener Vereinigung um Mitgliedschaft beworben hat.

 „Das ist nicht üblich“, erzählt der 52-Jährige, „normalerweise müssen neue Mitglieder von gestandenen ‚Schlaraffen’ geworben werden. Beim mir haben sie aber eine Ausnahme gemacht.“ Swenshon, der zu den jüngeren Mitgliedern des Männerbundes gehört, hat vor allem die Möglichkeit gereizt, sich intensiv mit kulturellen Themen auseinanderzusetzen. „Bei unseren wöchentlichen Treffen, die wir ‚Sippungen’ nennen“, sagt er, „kann jeder einen kulturellen Beitrag leisten. Zum Beispiel ein selbst geschriebenes Gedicht vortragen oder ein Musikstück am Klavier spielen. Das Künstlerische wird aus einem herausgeholt.“ 
 

Kultur und Humor 

Er selbst, ergänzt der Veterinärmediziner, sei nie in einer Studentenverbindung gewesen. „Das war für mich auch nie eine Option“, erklärt Swenshon. „Aber das Kulturelle in Kombination mit Humor gefällt mir einfach sehr. Ich spreche immer von der ‚Animation meiner eigenen Interessen’. Als ‚Schlaraffe’ bekommt man die Möglichkeit, vor einem kleinen, aber sehr wohlwollenden Publikum künstlerisch aktiv zu werden.“ 

Eigentlich, ergänzt Rudolf Kürten, sei bei diesen Treffen alles erlaubt. „Nur über Religion, Sex und Politik darf nicht gesprochen werden – und nach Möglichkeit auch nicht über zwei Minuten. Sonst kann es auch schon einmal passieren, dass einem mit einer riesigen Schere symbolisch das Wort abgeschnitten wird.“ Auch der Beruf oder die Herkunft der Mitglieder spiele keine Rolle. „Das ist absolut unwichtig“, sagt Kürten. „Wir reden uns bei unseren Treffen auch ausschließlich mit unseren Spitznamen an. Wichtig ist nur, dass unseren Mitgliedern Kultur, Humor und Freundschaft am Herzen liegen.“ Dass die „Schlaraffia“ in Düren so wenig bekannt ist, liegt in erster Linie daran, dass die Gruppe – anders als zum Beispiel die Service-Clubs wie Lions und Rotarier – nicht karitativ tätig sind. „Natürlich sind wir kein Geheimbund“, sagt Swenhon. „Mit Freimaurern haben wir absolut nichts zu tun. Aber wir treffen uns eben immer unter uns und sind deswegen nur wenig bekannt.“
 

Aus Berlin und Zürich 

Die Dürener „Schlaraffia“-Gruppe haben 1969 Menschen aus Berlin und Aachen gegründet, die in der Rurstadt sesshaft geworden sind. Am Stiftungsfest nahmen auch Mitglieder andere Ortsverbindungen teil. Zu Gast waren bespielsweise „Schlaraffen“ aus Berlin, Zürich, Kaiserslautern, Aachen, Köln, Neuss und Krefeld. 

 

WELTWEITE VEREINIGUNG 

Als Künstlerstammtisch in Prag gegründet 

Die „Schlaraffia“ wurde am 10. Oktober 1859 in Prag gegründet. Damals wollte der Direktor des Deutschen Theaters einen seiner jungen Künstler in die Prager Künst- lervereinigung „Arcadia“ einführen. Der junge Mann wurde wegen sei- 

ner Mittellosigkeit abgelehnt. Aus Protest gründeten die Theaterleute einen Künstlerstammtisch, aus dem später die „Schlaraffia“ wurde. 

Heute gibt es weltweit knapp 500 „Schlarafffia“-Vereinigungen. Zu den berühmtesten Mitgliedern zählen Franz Lehár, Gustav Mahler und Paul Hörbiger. 

 

ANGEMERKT 

„Pfötchen“ trifft „Bras-a-fro(h)“ 

Kennen Sie den kürzesten Vortrag über Goethes „Faust“? Ich seit Samstag schon: Man zieht sich einen schwarz-roten Mantel an, geht zum Mikrofon, ruft „Goethe“ und streckt eine Faust in die Luft. So geschehen bei einer „Sippung der „Schlaraffia“ zum Thema Goethes „Faust“. Kann man machen – vor allem, wenn man über fast alles außer über zwei Minuten reden darf. Trotzdem sind die „Schlaraffen“ irgendwie ganz schön jeck. Sie haben ihre eigene Sprache, das „Schlaraffen“-Latein, sie sprechen von „Atzung und Labung“, wenn sie Essen und Trinken meinen, die Familie ist der „Tross“, die Ehefrau „Burgfrau“ und die Schwiegermutter ist der „Burgschreck“. Außerdem sprechen die Männer sich mit „Ihr“ an und geben sich lustige Ritternamen. So heißt der Tierarzt „Pfötchen“ und der Lehrer, der in Brasilien und Afrika gearbeitet hat, „Bras-a-fro(h)“, was an Brasilien, Afrika und froh erinnern soll. Ich habe lange überlegt, welche Namen wohl im Raum Düren bekannte Politiker tragen könnten, zumal das mit der Zwei-Minuten-Rede-zeit manchem Bürgermeister und Ratsmitglied wirklich gut zu Gesicht stehen würde. Ein- gefallen sind mir Ritter „Caput circuli et pilae“ (was die Begriffe Chef, Kreis und Ball vereint) und Ritter „Maior loquax“, was eventu- ell an „Bürgermeister“ und „redefreudig“ erinnern könnte. Ach ja, für mich wüsste ich auch den passenden Namen, aber Burgfräulein sind bei den „Schlaraffen“ ja nicht erwünscht. Also heiße ich eben nicht „Tintefix“ oder so ähnlich. 

Ursippenorden für Rt Bel-Eehrender

In der Ursippen-Feier am 31. im Eismond a.U. 160 in der Burg Ob der Rur wurde unserem treuen und ehr-envollen Rt Bel-Eehrender der Ursippenorden verlie-hen.

Unter zahlreichen Sassen befreundeter Reiche stellte die Herrlichkeit OK Rt Spiränzje die Meriten des Rt Bel-Eehrender ins rechte Licht und dankte ihm für seine treuen Dienste von neun Jahrungen als Reichs-marschall und 5 Jahrungen als Schatzmeister.

Seine besonderen Musikdarbietungen, die er zu unse-ren Freuden mit Gläsern, Gießkanne, Säge, Dudelsack dargeboten hat, sollen hier nicht unerwähnt bleiben.

Der anschließende Reigen aus Dankesworten und Fechsungen war ein würdiger Abschluss dieser Feier in der Porta Arduennae.  

Text: Rt Brisant

Großursippenorden GU für Rt P. Viesto 

 

Am 12. im Lethemond a.U. 158 hatte d.h.R. Porta Arduennae eine würdevolle Ehrung vorzunehmen. Unser Sasse Rt P.Viesto  bekam den GU verliehen. Viele Sassen aus befreundeten Reychen sind eigens eingeritten, um bei dieser Feier dabei zu sein.

In einer sehr angemessenen Ansprache würdigte der Fungierende, Rt Spiränzje, einen Schlaraffen, der im Reych eine feste Größe darstellt. Sein Weg war geprägt von vielen Sassen, die seinerzeit die Porta Arduennae gegründet haben. Er begleitete mehrere Reychsämter und war vor allem als Hofnarr uhuversumweit bekannt. Seine Fechsungen, mit einem Hang zu Fabeln, sind in keiner Sippung wegzudenken.

Der ASR Rt Ce-Laus würdigte ebenfalls unseren Rt P.Viesto mit wohl geformten Worten. Anschließend überreichte er den GU. Nach einem kräftigen Schluck aus dem Aha und dem „Lied vom Ideal“ endete diese sehr würdevolle Ceremonie.

                                                                                                                                                         Text: Rt Philofelis

 

 

20. Benzineseltreffen i.h.R. Am Grimmingtor“

Der Höhepunkt in der Jahrung eines jeden Benzineselreytters fand vom 14. bis zum 18. im Brachmond a.U. 158 in den Gauen d.h.R. Am Grimmingtor (361) statt. Hier trafen sich die wackeren Benzineselreytter nun schon zum 20. Mal, um nicht nur ihre Benzinesel  zu treiben, sondern auch alte und liebe Freundschaften zu pflegen. Vorzüglich organisiert durch den Rt Törn, traf man sich im Landhotel „Häuserl im Wald“ um sich von teilweise anstrengenden Anfahrten bei einem Quell zu erfrischen. Mit dabei die Rt Spiränzje, Barbon, Pfötchen, Philofelis und der Plg Wolfgang, die nun schon zum 10. Mal teilgenommen haben.
Am nächsten Morgen konnte man die startenden Benzinesel durch die Täler hören, denn es ging zum ersten Ritt rund um den Dachstein. Das Wetter war mit den Recken, aber am Freitag war der Wettergott nicht wohl gesonnen. Bei Regen und Wind ritt man durch die Tauern. Aber ein richtiger Benzineseltreytter trotzt dem Wetter, das sich dann zur letzten Ausfahrt durch das Ennstal beruhigte und dieses wunderschöne Treffen trocken abschloss. Uhu sei Dank gab es keine Unfälle. Die Stimmung war jederzeit gut. Man lachte viel und tauschte natürlich seine Erfahrungen aus. Dennoch spürte man am Samstagabend, dass alles einmal vorbei geht. Mit wehmütigen Lulus verabschiedete man sich voneinander und wünschte sich im kommenden Jahr wieder mit dabei zu sein. Dann führt d.h.R. Aula Regia (342) das 21. Benzineseltreffen durch.
Ganz großer uhuhertzlicher Dank gebührt unseren österreichischen Freunden, allen voran Rt Törn, der ein unvergessliches Benzineseltreffen gestaltet hatte.

Text und Foto: Rt Philofelis